MODERN ART ENSEMBLE – „a cosmos of sounds“
@Konzerthaus Berlin
8. März: 8:00 - 17:00
Veranstaltung Navigation
Sergej Newski
„Incidents“ für Flöte, Violoncello, Akkordeon und Klavier
Rebecca Saunders
„Stirrings Still I“ für Flöte, Oboe, Klarinette, Percussion und Klavier
Sidney Corbett
„Gesänge der Unruhe“ – Sextett
Pause
Michael Quell
„String IV-M“ für Flöte, Klarinette, Violoncello, Akkordeon und Percussion
Chaya Czernowin
„Fast Darkness III: Moonwords“ für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello und Klavier
Jeder Klang kann ein Universum sein. Und das Universum kann zur Metapher für das Komponieren werden. Seine Grenzenlosigkeit ist ein Bild für den Reichtum und die Erfindungsgabe der KomponistInnen, aber auch für den Raum, in dem sich die Visionen der Klänge entwickeln. Ausgehend von dieser Überlegung hat das modern art ensemble einen Konzertabend konzipiert, in dem die Klänge ihre eigenen Räume erobern und sich in vielfältigster Weise materialisieren.
In Sergej Newskis „Incidents“ geht um plötzlich auftauchende (Klang-)Ereignisse, die, voneinander getrennt, sich in verschiedenster Weise interpretieren lassen: als plötzlich auftretende Schwingung oder als menschliche Handlung, als Zwischenfälle, ohne Vorwarnung geschehen, als Vorzeichen, als Nachbeben.
In „stirrings still I“ für fünf im Raum verteilte Instrumentalisten von Rebecca Saunders materialisieren sich Klänge wie von selbst, schaffen überraschende Zusammenhänge und erkunden die Resonanzen und Farben des Konzertsaals.
Sidney Corbett durchschreitet in „Gesänge der Unruhe“ die klanglichen und emotionalen Extreme des Ensembles. Sein Stück füllt durch die Verwendung von Bass- und Es-Klarinette, Bass-und Piccoloflöte sowie Celesta und durch die reichen Klangfarbenpaletten der Streicher und des Klaviers den ganzen Tonumfang aus, seine Strukturen fluktuieren zwischen rhythmischen Patterns und lyrischen Melodien. Eine vielschichtige Komposition auf Grundlage des „Buches der Unruhe“ von Fernando Pessoa, in dem der Autor seine Einsamkeit inmitten vielfältigster persönlicher und gesellschaftlicher Verbindungen beschreibt.
Michael Quell erkundet mit „String IV-M“ eine der aktuellen Theorien über den Zusammenhalt des Alls. Nach der Stringtheorie, dem aktuell einzigen physikalischen Theorem, das alle vier Elementarkräfte (Elektromagnetismus, starke und schwache Kernkraft und Gravitation) zu vereinen vermag, gehen alle Materieteilchen sowie alle Wechselwirkungen auf kleinste eindimensionale Grundbausteine, den „strings“ zurück, die sich am ehesten als winzige schwingende Fäden vorstellbar sind.
Zum Abschluss des Konzertes erklingt mit Chaya Czernowins „Fast darkness III -moonwards“, ein eindringliches und radikales neues Werk einer der wichtigsten Komponistinnen unserer Zeit über die Dunkelheit und unseren Weg in ihr.
Hier können Sie sich für meinen Newsletter eintragen, über den ich ca. vierteljährlich eine kleine Terminübersicht verschicke.